Unser Herzmuskel arbeitet unablässig und seine Kontraktionen werden vom Erregungsleitungssystem des Herzens gesteuert. Die vom Sinusknoten ausgehenden elektrischen Impulse sind so stark, dass man sie auf der Körperoberfläche als Potenzialänderungen messen kann. Dazu wird der Spannungsverlauf zwischen zwei am Körper anliegenden Elektroden gemessen.
Vor 100 Jahren bedurfte es noch eines enormen Aufwandes, um diese winzigen Spannungen messen zu können. Der Pateient musste seine Gliedmassen in Eimer mit Salzwasser tauchen. Ein winziges aus Glas gezogenes und mit Silber bedampftes Filament (deren Herstellung alleine schon abenteuerlich klingt) wurde durch die abgeleiteten Spannungen in einem elektromagnetischen Feld abgelenkt. Um ein Elektrokardiogramm anzufertigen, benötigte man 5 Personen, eine Wasserkühlung und einen eigenen Raum für das Gerät. Diese Darstellung zeigt einen der ersten Elektrokardiogramm-Geräte im Einsatz. Der Erfinder Willem Einthoven erhielt für das Gerät und die Beschreibung der Kurven im Kardiogramm 1924 den Medizin Nobelpreis.
Heute kann man Elektrokardiogramme einfacher durch zwei kleine Elektroden erstellen, die in zwei Handgriffe integriert sind. So werden sie zu einem Bestandteil der Science Center Exponate, in denen das Hands-on unmittelbar in eine Darstellung der eigenen Herzfrequenz umgesetzt wird.
Zwei Beispiele, wie der Herzschlag der Besucher gemessen und audiovisuell umgesetzt wird.
“Heart Beat” im Techniquest Cardiff
Sinnigerweise in der Abteilung “Music and Sound” platziert, ist das Herzfrequenzmessgerät in eine Pauke integriert. So wird der eigene Herzschlag verstärkt zu einem lauten Paukenschlagrhythmus. Ein kurzer Sprint auf der Stelle und die Paukenschlagfrequenz wird schneller.

“What makes you upset?” im Heureka Science Center, Helsinki
Im Heureka geht man einen anderen Weg. Der Besucher umklammert die Elektroden, während ihm Bilder und Informationen zu den drängenden Problemen der Menschheit dargeboten werden. Es geht um Hunger, Dürren, Wassermangel, Klimawandel etc. Die auf dem Bildschirm unter der Herzfrequenz stehende Frage ist: Wird sich mein Herzschlag angesichts dieser beunruhigenden Nachrichten erhöhen?
Ich bezweifle, dass wir auf solch komplexe globale Probleme wirklich mit erhöhtem Herzschlag reagieren, sinnvoller wäre wohl der Einsatz konkreter audiovisueller Reize, die überraschen, schockieren oder Erfolgsgefühle auslösen oder die Konstruktion persönlicher Geschichten. Diese Situationen werden vermutlich verlässlicher den Herzschlag verändern als das politisch korrekte Räsonieren über die Ungerechtigkeiten in der Welt.






“Grand Illusions” bietet einen Nitinol-Draht an, der sinnigerweise das englische Wort “HOT” formt und somit den Zustand des Wassers, das ihn in seine ursprüngliche Form zurückspringen lässt, passend umschreibt. Hier hat es einen 
Die Firma Reaching Insight bietet ebenfalls die Wärmemaschine an und “Muscle Wire” Kits, in denen jeweils verschiedene Nitinol-Drähte und Bauanleitungen für einfache Lifte, Hebel, Modelleisenbahn-Schranken, Papierflugzeug-Starteinrichtungen, Schmetterlinge und eine sechsbeinige Geh-Maschine stecken.
Um den Effekt kennen zu lernen, eignet sich besonders der kurze “Livewire” genannte Draht von TiNi Alloy, der mit Anleitung kommt und dessen Drahtenden mit je einer Plastikkugel abgeschlossen sind. Den Livewire gibt es z.B. in der
“Livewire”, eine Nitinol Büroklammer und verschiedene Nitinoldrähte mit oder ohne Wärmevorbehandlung gibt es auch beim Schweizer Versand “Klangspiel”.
Ein Form-Gedächtnis-Draht und ein Glas warmes Wasser sind der Antrieb für dieses Windrad der Firma Exergia.
Das dem französischen Philosophen und Naturwissenschaftler René Descartes zugeschriebene Spielzeug zur Veranschaulichung von Druck und Auftrieb kennen die meisten nur in der einfachen Variante für den Hausgebrauch.


