Seine Maschinen wirken auf den ersten Blick wie Basteleien aus altem Draht, kaum setzen sie sich in Bewegung, verblüffen sie aber durch erstaunliche Präzision und fast schon poetische Bewegungen. Arthur Ganson hat eine eigene Formsprache entwickelt und seine Werke sind weltweit in Science Centern und Museen zu sehen. 

Arthur Ganson hat 2004 an der TED Konferenz einen faszinierenden Einblick in seine Arbeit gegeben:

Der tanzende Stuhl ist ein faszinierender Tanz einer Maschine mit einem Stuhl, mit der unterlegten Gitarrenmusik ein märchenhaftes Stück kinetischer Kunst (am Ende des TED Videos).

Die “Maschine mit Granit” im Schweizer Science Center Technorama nach einer Idee von Arthur Ganson scheint auf den ersten Blick unmöglich. Ein Motor treibt mit 200 Umdrehungen pro Minute ein Zahnrad an, das wiederum ein Zahnrad antreibt, das wiederum … und so weiter. Es ist ein zwölfstufiges Schneckengetriebe, dessen letztes Zahnrad - und das ist die verblüffende Beobachtung -  fest im Granit verankert ist. Bei jedem Schritt zum nächsten Zahnrad über das Schneckengetriebe verringert sich die Drehzahl um das 50fache. Das zwölfte Zahnrad braucht dann für eine Umdrehung 2,3 Billionen Jahre!

Die feste Verankerung ist dennoch nur möglich, weil alle Zahnräder ein winziges, sehr winziges, Spiel haben und nicht lückenlos aneinander stossen. Die Zinken des letzten Zahnrades würden sich pro Jahr allerdings nur um wenige Pikometer (weniger als der Durchmesser eines Atoms) verschieben.

 

Maschine mit Granit nach Arthur Ganson im Technorama

Maschine mit Granit nach Arthur Ganson im Technorama

Website Arthur Ganson

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