
Bunt, rund und viel Plastik - diese Beobachtungen bestimmen den ersten Eindruck beim Besuch des Techniquest in Cardiff, mit 22 Jahren eines der ältesten Science Center Grossbritanniens. Über die kunterbunten auf Kinderhöhe montierten Exponate, die dem Raum eher die Anmutung eines grossen Kinderzimmers geben, mag man geteilter Meinung sein, sie sind aber gewiss als Teil der Corporate Identity zu einem Markenzeichen des Techniquest geworden.
Und sie zeigen trotz manchmal kindlicher Anmutung auch komplexere Naturphänomene auf anschauliche Art. Dank der langjährigen Erfahrung und der eigenen Werkstatt im Haus entstehen an der Cardiff Bay auch interessante Neuentwicklungen, z.B. die Wasserstoffrakete, die Wasserexponate, die “Head on a plate” Illusion und zahlreiche Exponate zum Thema Musik.
Das auf den ersten Blick vielleicht “billig” wirkende Plastik der Gehäuse der Exponate ist tatsächlich glasfaserverstärkter Kunststoff, der sich erstaunlich widerstandsfähig zeigt und praktisch keine Gebrauchsspuren aufweist. Zudem reduziert dieser Werkstoff das Gewicht der Exponate erheblich.
Wie das Explore @Bristol auf der anderen Seite des Severn hat auch das Techniquest seine eigene, wenn auch etwas kleinere, silberne Kugel mit einem Planetarium darin.
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Anders als in England unterstützt die Regierung in Wales Science Center finanziell und trägt etwa ein Drittel der Kosten, vor allem für Schulprogramme. Das Science Center hat drei weitere kleine Ableger im Norden und Westen von Wales und wenn die Schulen nicht ins Science Center kommen können, kommt das Science Center in die Schulen, nur für einen Vortrag, mit dem aufblasbaren Planetarium oder in Form der “Outreach” Kits, ein Baukastensystem mit einfachen Versuchen zum Thema Mathematik und Physik. Es ist eines der erklärten Ziele des Techniquest, seine Dienste in allen Regionen von Wales anzubieten, damit alle der gut 3 Millionen Waliser Zugang zu dieser Art der Wissenschaftsvermittlung haben.
Eine eigene Abteilung “Business Development” bemüht sich um den Verkauf von Exponaten, dem Verleih von Ausstellungen und den Einsatz der “Outreach” Kits in Schulen.
