Nacht des Wissens Hamburg

Publiziert von admin am 6. August 2009

Am Samstag, dem 7. November 2009, findet in Hamburg die 3. Nacht des Wissens statt. Fast 60 Hochschulen, Forschungsinstitute und andere wissenschaftliche Einrichtungen öffnen von 17.00 bis 24.00 Uhr ihre sonst für die Öffentlichkeit meist geschlossenen Türen und machen Wissenschaft zum Anfassen und Mitmachen erlebbar. In diesem Jahr sind erstmals alle Veranstaltungen für die Besucher kostenfrei.

Das vollständige Programm geht auf www.nachtdeswissens.de ab Ende September online.

Dies ist ein Linkvorschlag von Martina Hartmann.

BBC und National Geographic - zwei Dokumentationsstile

Publiziert von admin am 16. Februar 2009

Unsere Biologielehrer haben uns bei der Beschreibung der Natur immer vor einer anthropomorphen Sprache gewarnt. Nicht von scheinbaren Grausamkeiten oder altruistischem Verhalten bei Tieren zu sprechen fiel aber gar nicht so leicht. Filme wie “Die lustige Welt der Tiere” waren auch viel amüsanter als die trocken-sachlichen Schulfilme und viele Märchen und Kinderbücher leben von Anthropomorphismen- der Vermenschlichung ihrer Akteure. Ausserdem haben auch Verhaltensforscher wie Konrad Lorenz und Jane Goodall zur Vermenschlichung gegriffen, wenn es um die Beschreibung von Gefühlen bei Tieren ging.

Aber manchmal geht es auch ein bisschen zu weit wie dieser Vergleich zweier inhaltlich gleicher Geschichten zeigt. Einmal in Grossbritannien von der BBC und einmal in den USA von National Geographic erzählt. Sätze wie ”The jumping spider packs a ton of skulking pouncing killing fire-power in its tiny body…How’d you like to stare into these eyes, with your life on the line? Ha! Yikes!” tönen für unsere Ohren in einem Dokumentarfilm doch eher ungewöhnlich.

Die Geschichte einer Spinne, die eine Biene fängt, erzählt von Richard Attenborough von der BBC: 

Und eine fast identische Geschichte von National Geographic für das US-Publikum erzählt:

Eine gute Analyse der Texte und des Stils findet sich in dieser Quelle

via haha.nu

Arthur Ganson - Meister der poetischen Mechanik

Publiziert von admin am 12. Februar 2009

Seine Maschinen wirken auf den ersten Blick wie Basteleien aus altem Draht, kaum setzen sie sich in Bewegung, verblüffen sie aber durch erstaunliche Präzision und fast schon poetische Bewegungen. Arthur Ganson hat eine eigene Formsprache entwickelt und seine Werke sind weltweit in Science Centern und Museen zu sehen. 

Arthur Ganson hat 2004 an der TED Konferenz einen faszinierenden Einblick in seine Arbeit gegeben:

Der tanzende Stuhl ist ein faszinierender Tanz einer Maschine mit einem Stuhl, mit der unterlegten Gitarrenmusik ein märchenhaftes Stück kinetischer Kunst (am Ende des TED Videos).

Die “Maschine mit Granit” im Schweizer Science Center Technorama nach einer Idee von Arthur Ganson scheint auf den ersten Blick unmöglich. Ein Motor treibt mit 200 Umdrehungen pro Minute ein Zahnrad an, das wiederum ein Zahnrad antreibt, das wiederum … und so weiter. Es ist ein zwölfstufiges Schneckengetriebe, dessen letztes Zahnrad - und das ist die verblüffende Beobachtung -  fest im Granit verankert ist. Bei jedem Schritt zum nächsten Zahnrad über das Schneckengetriebe verringert sich die Drehzahl um das 50fache. Das zwölfte Zahnrad braucht dann für eine Umdrehung 2,3 Billionen Jahre!

Die feste Verankerung ist dennoch nur möglich, weil alle Zahnräder ein winziges, sehr winziges, Spiel haben und nicht lückenlos aneinander stossen. Die Zinken des letzten Zahnrades würden sich pro Jahr allerdings nur um wenige Pikometer (weniger als der Durchmesser eines Atoms) verschieben.

 

Maschine mit Granit nach Arthur Ganson im Technorama

Maschine mit Granit nach Arthur Ganson im Technorama

Website Arthur Ganson

Nanogrösse sichtbar gemacht

Publiziert von admin am 24. Januar 2009

Wie macht man das Unsichtbare sichtbar, wie kann man die Prozesse der Nanotechnologie sichtbar und erfahrbar machen? Diese Fragen stellen sich die Mitglieder des Visualization Laboratory am Exploratorium in San Francisco und experimentieren dabei mit verschiedenen Illustrations- und Visualisierungstechniken. Eine der Arbeiten, der Zoom in den menschlichen Blutkreislauf von Linda Nye, erhielt 2008 den NSF/Science Magazine Illustration Award.

  

Diese Abbildungen in Postergrösse hat es auf der Website des Visualization Laboratory gratis zum Download

 

Visualization Labratory

Wassermagie von Gerhard Zsambok

Publiziert von admin am 22. Januar 2009

Der Österreicher Gerhard Zsambok versammelt in seinem Projekt Leophard verschiedene wasser-mechanische Skulpturen, die auf vielfältige Weise mit dem Element Wasser und seinen physikalischen und optischen Eigenschaften spielen: Vom grossen öffentlichen Brunnen über eine Wasserbildmaschine bis zu einer Wellenmaschine, die ein Rippenmuster im Sand erzeugt.

Alle Bilder von Gerhard Zsambok.

Magie des Wassers

Die “magische Welle“ im Technorama

Publiziert von admin am 4. Dezember 2008

Der kalifornische Künstler Reuben Margolin hat mit dem Swiss Science Center eines der komplexesten kinetischen Kunstwerke der Welt geschaffen. 50′000 Einzelteile der faszinierenden Mechanik erwecken die “Magic Wave” zu Leben.

Reuben Margolin, spezialisiert auf mechanische Wellenskulpturen, hat mit der “Magic Wave” sein bisher grösstes und komplexestes Werk realisiert. Durch einen genialen Antriebsmechanismus wird ein im Raum schwebendes Netz aus 450 Aluminiumrohren in einen bewegten Wellenteppich verwandelt.  

Die 256 Knotenpunkte des Netzes sind an fast unsichtbaren Drähten aufgehängt, die von der Mechanik des Antriebs auf und ab bewegt werden. Wie ein riesiger mechanischer Marionettenspieler schwebt der Antrieb über der Welle, die mit der Präzision und Eleganz ihrer Bewegung den Betrachter in ihren Bann schlägt. 

Als Exponat im Science Center spricht dieses Kunstwerk nicht nur die Sinne an, sondern erlaubt auch Einsichten in die Natur von Wellen. Der fünf mal fünf Meter grosse Wellenteppich veranschaulicht auf beeindruckende Weise drei Charakteristika einer Wellenbewegung: Wellenlänge, Wellenhöhe und Frequenz. Und zeigt darüber hinaus auch noch eindrücklich, was passiert, wenn sich mehrere Wellen überlagern. 

Die fast geräuschlose Bewegung der Aluminiumrohre fasziniert mit ihrer verblüffend natürlich wirkenden Wellensimulation.  

Nicht nur die Welle verzaubert den Betrachter, auch ihr Antrieb ist ein mechanisches Kunstwerk. Vier Kreisbewegungen werden über ein System beweglicher Stangen, Drähte und Umlenkrollen in sinusförmige Wellenbewegungen umgesetzt.  Durch Veränderungen der Drehgeschwindigkeit der vier Antriebsmotoren und die Verschiebung des Drehpunktes werden die Schwingungsweite, die Frequenz und die Wellenlänge der Magic Wave beeinflusst.  

Die vier Wellenbewegungen überlagern sich dabei und so lassen sich nahezu unendlich viele verschiedene Wellenmuster erzeugen. Grosse gleichmässige Wellen verwandeln sich in ein Oberflächenmuster, das an ein aufgewühltes Meer erinnert. 

Ein kinetisches Kunstwerk der Superlative - die Magic Wave in Zahlen: 

  • über 50′000 Einzelteile,  
  • über 3′000 Seilrollen,  
  • 450 Aluminiumrohre,  
  • 4,5 Kilometer Draht 
  • 1,8 Kilometer Alu-Profile
Interview mit Reuben Margolin: